Glasgow Coma Scale + Zen Trip ((Spacedelic Odyssey))

Sa 18. Februar 2017


Einlass: 20:30 Uhr | Beginn: 21:00 Uhr | Eintritt: 8,- €
 
GLASGOW COMA SCALE
Für Post-Rock mit progressiven Elementen steht das Trio aus Frankfurt mit dem Namen Glasgow Coma Scale.
 
Auffällig sind die dichten Klangstrukturen, die originell verwebt werden zu einem dynamischen Klangteppich.
Tendenziell stechen die typischen Gitarrenarrangements aus dem Post-Rock Bereich heraus, allerdings weiß die Band damit auch geschickt zu experimentieren. Die Musik ist sehr komplex aber auch trotzdem verständlich gehalten, durchzogen von emotioneller Dichte.
Akustische Parallelen zu Größen wie Godspeed You! Black Emperor oder Mogwai sind da keine Seltenheit. Trotzdem beinhaltet der Stil der Drei genug Eigenständigkeit.

‚Den Sound der Band kann man als kraftvoll und dynamisch genauso wie melancholisch und verträumt bezeichnen‘ – das Zitat kann man unterstreichen. So oder so ist „Enter Oblivion“ kein Album, welches in Vergessenheit geraten wird. Vor allem Liveauftritte werden starke Schübe der Bekanntheit auslösen, denn die Musik der Drei ist ideal dafür. Glasgow Coma Scale werden ihren Weg beschreiten mit dem modernen Rock, der viele Nuancen besitzt. Daran besteht kein Zweifel.

Die Artikulation der verschiedenen Genres, indem sich die Band bewegt, ist ausgesprochen homogen gehalten. Sehr verdeutlicht an Stücken wie beispielsweise „Northern Wastes“.
Der Song „Southern Crosses“ ist da so ein Paradebeispiel für die Interpretation der Band in Sachen moderner Post-Rock. Wogen der Gitarre werden mit elektronischen Nuancen verschachtelt für eine atmosphärische Klanglandschaft. Diese können schon mal etwas brachial abdriften, um der Farbe des Klanges ein wenig Schärfe zu verleihen. Bezeichnend für die Musik der Band ist ebenfalls der Aspekt, dass alle Instrumente ihre Betonungen verdienen. Stücke wie „Silent Bird“ oder das Schlagzeugintensive „Venice Calling“ stehen dafür regelrecht Pate.
 
Aus der Medizin ist der Bandname abgeleitet. Glasgow Coma Scale ist benannt nach einer neurologischen Methode, die hilft, den Status des zentralen Nervensystems zu beurteilen und den Zustand des Patienten zu klassifizieren. Aufgenommen wurde das Debüt unter der Regie von Thies Neu in der Tonbrauerei / Berlin und stellt somit ein solides Fundament für die Karriere der Band dar. Stilistisch bewegt sich das Trio in Klangsphären des Post-Rock mit starken progressiven Nuancen. Auch Einflüsse aus dem Psychedelic oder Stoner-Rock sind durchaus zu finden auf dem Album. Nicht ungewöhnlich im Genre, doch eher ein marginalales Stilmittel im Bereich dieser Musik.
 
Glasgow Coma Scale wurde im Februar 2011 von Piotr und Marek Kowalski gegründet. Die beiden Brüder und ausgebildeten klassischen Musiker stammen aus Polen, zogen nach Spanien und haben in Deutschland eine neue Heimat gefunden. Hier tat man sich mit Schlagzeuger Helmes Bode zusammen, um die Formation ins Leben zu rufen. Mitte Dezember erscheint das Debütalbum „Enter Oblivion“ über Fluttery Records.
Da das Label prinzipiell erstklassige Musiker unter Vertrag nimmt, lohnt es sich direkt einmal auf das Album näher einzugehen.
 
 
 
ZEN TRIP
Ende 2014 in Dortmund gegründet sind Zen Trip stark vom Sound der späten 60er / frühen 70er Jahre inspiriert.
 
Eine nach Jimi Hendrix klingende Gitarre, den schleppenden RythmusGroove von Black Sabbath und die vielen psychedelischen Elemente der frühen Pink Floyd ergeben einen authentischen Retrosound. In der klassischen Trioformation spielen Zen Trip ausschließlich selbst arrangierte Songs – eine FuzzGitarre, verhallter Gesang und eine solide Rythmusgruppe ergeben den sog. „Psychout Fuzz“, eine Beschreibung, die sich Zen Trip selbst für ihren Musikstil gegeben haben.
 
Live gespielt gehen die Songs oft über in improvisierte Jam Parts, die durch Nebel-, Sound- und Lichteffekte eine sehr psychedelische Atmosphäre erzeugen. Ein selbstbetiteltes CD Demo Album mit dem treffenden Namen „A Trip to the Center of your Mind“ gibt es bei den Gigs oder als Free Download hier im Hippiesland.
 
Ganz besonders stolz sind Zen Trip, dass Szenekenner wie Harald Gramberg vom Hippiesland, Dieter Löckener von den Underground-ÄxpÄrten und Stephan Meyer vom plattenkeller-radio auf ihre Musik aufmerksam geworden sind und bei ihren WebRadio Sendungen auch schon gespielt haben. Ein weiteres Highlight ist die mittlerweile 3. Teilnahme bei Michael Rentschlers PsyKa-Festivalreihe sowie seit Frühjahr 2015 30 gespielte Gigs (Stand Jan. 2017). Ein neue EP mit dem Titel „Welcome to ZenLand“ ist in Vorbereitung und wird mit dem einen oder anderen Gastmusiker in den BayWindow Studios in Hemer im Februar 2017 aufgenommen.
 
Line Up : Bernd (Git+Voc), Stefan (Bass), Stephan (Drums)… sagen danke für’s Lesen… FUZZ ON….O)))))
 
 
 
Weitere Termine der Spacedelic Odyssey: