Up To The Sky | Lumat Trio | Nazca Space Fox

Sa 14. April 2018


Zu Beginn unserer heutige Reise versetzen uns NAZCA SPACE FOX 3000 Jahre von unserer Zeit entfernt in die Wüste von Nazca, wo Fantasien und Wünsche das Leben bestimmen, wo die Sprache als Kommunikationsmedium nebensächlich ist und wo man sich in Gedankenwelten trifft und austauscht. Zu den verträumten, grazil verschachtelten Melodiepassagen des Taunus-Trios genießen wir den idyllischen Anblick eines leuchtenden Sternenfeldes, an dem kleine Raumschiffe langsam das Panorama kreuzen. Hin und wieder geben diese Schiffe basslastig krachende, leuchtende Strahlen von sich, die dann laut auf unsere Erde bretternd Muster und Formen ergeben. Erzählt werden auf diese Weise Geschichten von Feuervögeln und Affen sowie Geistreisen unserer Ahnen, die den blauen Planeten schon lange hinter sich gelassen haben.

https://nazcaspacefox1.bandcamp.com/releases
https://www.facebook.com/nazcaspacefox/

Einen vergleichsweise wirren Kurs schlägt das Freejazz / Jazzrock Trio LUMAT ein: Formlos ist es, das Universum, in dessen Sog wir geraten, wenn unsere Triebwerke von Standbass, Gitarre und Schlagzeug Energie erhalten. Die Vermeidung all dessen, was (Wohl-) Klang auszumachen scheint, verdeutlicht die Entfernung zu dem, was wir gewohnt sind ‚Heimat‘ zu nennen. In einem Balanceakt zwischen Frigilität und Wucht, Eleganz und Sperrigkeit manövrieren uns LUMAT durch einen Wirbel aus Minimalismus und Vertraktheit. Die Dominanz des Geräuschhaften vertont den Verlust der ca drei Liter Körpersaft, die pro Person a 80 kg bei intergalaktischen Flügen zu erwarten ist.

https://lumat.bandcamp.com/album/lumat
https://www.youtube.com/watch?v=tFglR6tvPAI

Von hier aus erhebt sich unser Schiff erneut. Und zwar straight UP TO THE SKY! Ein dreiköpfiges Psychedelic Space Fusion Team aus karlsruher Astronauten katapultiert uns quer durch unser Universum – und darüber hinaus. Alle geflogenen Manöver, von heavy bis jazzy, werden mit äußerster Sorgfalt durchgeführt. Ruhigere Abschnitte, in denen der Ausblick in all die bunten Galaxien genossen werden darf, wechseln sich mit waghalsigen Tiefflügen über exotische Planetenoberflächen ab. Auch hier ist für alle Passagieren noch einmal ganz besondere Vorsicht geboten: Wer sich in den funkigen Progrock Strecken nicht anschnallt, könnte tatsächlich in den Wirbel eines Meteorenstroms aus aufgelösten Kometen, Gesteinsstücken und sonstigen kleinen Partikeln geraten!

https://uptothesky.bandcamp.com/
https://www.youtube.com/watch?v=AqsfI-PZyow
https://www.youtube.com/watch?v=48YEGLx_rz0

 

Einlass: 20:00 Uhr | Beginn: 20:30 Uhr | Eintritt: 8,- €

 

Unsere Konzertreihe SPACEDELIC ODYSSEY feiert ihr fünfjähriges Bestehen!

Zum fünften Mal findet von Januar bis Mai ein Konzert im Monat statt, welches sich den Subsparten Psychedelischer Rockmusik verschrieben hat.

Schon in den vergangenen Jahren kamen Besucher von sechzehn bis sechsundsechzig und von Springerstiefeln bis Dreadlocks auf ihre Kosten. Liebhaber alter Klänge von Pink Floyd, Gong oder Hawkwind bekamen leuchtende Augen bei einem Programm gespickt mit psychedelischem Spacerock und jazzigem Krautrock. Ja sogar diejengen Herren Metaller, die sich gerne mal aus den klassischen Stahlgefilden herauswagen, wurden in Sachen Postrock und vereinzelt auch Doom fündig und ließen gerne mal Nacken und Haare kreisen oder schwebten einfach mit geschlossenen Augen in entfernte Galaxieen davon.

In jedem Jahr änderte sich die musikalische Richtung der Spacedelic Odyssey ein wenig. 2018 – zum fünfjährigen Bestehen – wurde ein Konzept entworfen, das an jedem einzelnen Abend für Abwechslung sorgt.
Zum ersten Mal folgt jeder Termin der Spacedelic Odyssey einem Rahmenprogramm, welches die komplette Bandbreite der bisherigen Jahre zusammenfasst:
Eröffnet werden die Abende mit fast schon tanzbarem Psychedelic Rock – meist von Gruppen aus der Region, die uns evtl schonmal besucht haben und nun zeigen, was sich bis zum Jahr 2018 alles bei ihnen getan hat. Danach folgt eine experimentell verspielte Space-Jazz Nummer. Zum Schluss gibts voll auf die Schnauze mit deepem Spacerock/Postrock zum Beispiel, auf jedenfall aber Musik zum Wegfliegen.
Man könnte es auch so ausdrücken: 1.) Rythmus genießen, Bewusstsein langsam ausdehnen 2.) Zuhören / Mitdenken 3.) Träumen / Haare schütteln / Wegfliegen!
Wer bisher dachte, Lederjacken-Headbang-Metaller neben Ausdruckstanz-Hippies in der ersten Reihe vor der Bühne gäbs nicht, der ist hiermit eingeladen, sich ab dem 20.01.2018 im Jazzkeller eines Besseren belehren zu lassen.

Trotz gelegentlichen Experimenten mit hochkarätigen Bands wie My Sleeping Karma oder Electric Moon besinnt sich die Spacedelic Odyssey im Jahre 2018 auf ihr eigentliches Ziel: Den Untergrund!
Mit fairen 8,- € Aufwandsentschädigung ist man pro Abend dabei und die Getränkepreise zwischen einem und drei Euro können sich sehen lassen. Der Veranstaltungsort ist leicht zu finden, da er direkt am Bahnhof, im Keller eines ehemaligen Güterschuppens liegt. Die Anreise mit Öffentlichen ist damit also auch schonmal geklärt und selbst die Parksituation könnte unkomplizierter nicht sein: Direkt vor der Tür gibt es massenhaft kostenlose Parkplätze.