Trigon | Boltzmann Brain | Lucid Void ((Spacedelic Odyssey))

Sa 17. Februar 2018


Breaking Keller News: Tja liebe Gäste, wie auch wir erst heute morgen erfahren haben, werden Elara das Konzert wegen Krippe nicht spielen können. Das ist zwar schade, aber alles halb so wild:
Die Psychedelic ProgRocker LUCID VOID kommen stattdessen mit an Bord, um für heute Abend ein vergleichbar beeindruckendes Programm zu bieten, wie das ursprünglich geplante.

 

Mit TRIGON am Steuer beginnt unser Schiff die Reise durch umher schwirrende Lichtwirbel in Form von über 20 Jahren entwickeltem Soundgeflecht aus Heavy Spacerock, 70s Psych Blues und Jazzy Progrock.
Treibende Rythmen und effektgeladene Endlossoli beleben unsere Triebwerke wie unseren Endorphinhaushalt mit einer kosmischen Energie. In diesem Abschnitt unserer Irrfahrt ist absolute Vorsicht geboten, da die Druckunterschiede zur Erde unseren Puls, Blutdruck, Muskelspannung und Sehschärfe maßgeblich beeinflussen können. Schlimmer noch: Entsprechende funktionelle Veränderungen im Gehirn sind bei der Besatzung vielfach durch statistische Auswertung von Gehirnscans nachgewiesen worden. Daher gilt: Anschnallen nicht vergessen!

https://www.youtube.com/watch?v=CBdBz9zYaF0
https://de.wikipedia.org/wiki/Trigon_(Band,_Deutschland)
http://www.trigon.in/de/live.php


Ein noch weitaus riskanteres Manöver bildet der geplante Kurs von BOLTZMANN BRAIN. Wer sich die Musik der Ilmenauer einmal via bandcamp zu gemüte geführt hat, weiß, dass sich ihr Genre nur mit dieser kleinen Geschichte veranschaulichen lässt:
Es besteht die Möglichkeit, dass wir in einem Universum leben, welches dunkle Energie besitzt. Das hieße, dass der leere Raum nicht leer, sondern energiegeladen ist. In sehr langen Zeiträumen können daraus zufällig neue Strukturen entstehen.
Dazu gehört auch, dass Materie aus dem Nichts in Form eines Gehirns oder gar eines menschenähnlichen Beobachters entsteht – diesen Beobachter nennt man Boltzmann Gehirn.
Man kann die Theorie auch so weit führen, dass wir in einem Universum leben, dass von einem Boltzmann Gehirn erdacht wurde. Demnach wäre ein Gehirn entstanden, das sich das ganze Universum, inklusive Vergangenheit, aller Materie, allen physikalischen Gesetzen ausgedacht hat. Das alarmierende Problem ist nun, dass DU ein solches Boltzmann Gehirn sein könntest. Gerade aus dem Vakuum fluktuiert. Demnach existierst nur du und alle anderen Klänge, Geräusche, Farben und Gefühle sind von deinem Unterbewusstsein ausgedacht. Oder es ist andersherum und die Musik ist das Boltzmann Gehirn, dass sich uns ausgedacht hat?

https://boltzmannbrain.bandcamp.com/album/sind-die-echt

 

Einlass: 20:00 Uhr | Beginn: 20:30 Uhr | Eintritt: 9,- / 7,- €

Unsere Konzertreihe SPACEDELIC ODYSSEY feiert ihr fünfjähriges Bestehen!

Zum fünften Mal findet von Januar bis Mai ein Konzert im Monat statt, welches sich den Subsparten Psychedelischer Rockmusik verschrieben hat.

Schon in den vergangenen Jahren kamen Besucher von sechzehn bis sechsundsechzig und von Springerstiefeln bis Dreadlocks auf ihre Kosten. Liebhaber alter Klänge von Pink Floyd, Gong oder Hawkwind bekamen leuchtende Augen bei einem Programm gespickt mit psychedelischem Spacerock und jazzigem Krautrock. Ja sogar diejengen Herren Metaller, die sich gerne mal aus den klassischen Stahlgefilden herauswagen, wurden in Sachen Postrock und vereinzelt auch Doom fündig und ließen gerne mal Nacken und Haare kreisen oder schwebten einfach mit geschlossenen Augen in entfernte Galaxieen davon.

In jedem Jahr änderte sich die musikalische Richtung der Spacedelic Odyssey ein wenig. 2018 – zum fünfjährigen Bestehen – wurde ein Konzept entworfen, das an jedem einzelnen Abend für Abwechslung sorgt.
Zum ersten Mal folgt jeder Termin der Spacedelic Odyssey einem Rahmenprogramm, welches die komplette Bandbreite der bisherigen Jahre zusammenfasst:
Eröffnet werden die Abende mit fast schon tanzbarem Psychedelic Rock – meist von Gruppen aus der Region, die uns evtl schonmal besucht haben und nun zeigen, was sich bis zum Jahr 2018 alles bei ihnen getan hat. Danach folgt eine experimentell verspielte Space-Jazz Nummer. Zum Schluss gibts voll auf die Schnauze mit deepem Spacerock/Postrock zum Beispiel, auf jedenfall aber Musik zum Wegfliegen.
Man könnte es auch so ausdrücken: 1.) Rythmus genießen, Bewusstsein langsam ausdehnen 2.) Zuhören / Mitdenken 3.) Träumen / Haare schütteln / Wegfliegen!
Wer bisher dachte, Lederjacken-Headbang-Metaller neben Ausdruckstanz-Hippies in der ersten Reihe vor der Bühne gäbs nicht, der ist hiermit eingeladen, sich ab dem 20.01.2018 im Jazzkeller eines Besseren belehren zu lassen.

Trotz gelegentlichen Experimenten mit hochkarätigen Bands wie My Sleeping Karma oder Electric Moon besinnt sich die Spacedelic Odyssey im Jahre 2018 auf ihr eigentliches Ziel: Den Untergrund.
Mit fairen 9,- € Aufwandsentschädigung ist man pro Abend dabei und die Getränkepreise zwischen einem und drei Euro können sich sehen lassen. Der Veranstaltungsort ist leicht zu finden, da er direkt am Bahnhof, im Keller eines ehemaligen Güterschuppens liegt. Die Anreise mit Öffentlichen ist damit also auch schonmal geklärt und selbst die Parksituation könnte unkomplizierter nicht sein: Direkt vor der Tür gibt es massenhaft kostenlose Parkplätze.