Gratkowski, Lehn, Zoubek, Manderscheid, Blume (Jazz)

Sa 25. Februar 2012


Die Idee zu diesem Quintett mit Top Musikern der NRW Improvisationsszene, entstand beim Solidaritätskonzert für das wichtigste Avantgardefestival Europas, die österreichischen „Nickelsdorfer Konfrontationen“, welches im Loft von Frank Gratkowski organisiert wurde. Premiere hatte das Quintett bei den Konfrontationen 2008, die erfreulicherweise doch noch stattfinden konnten, und Musiker und Publikum spürten beim Auftritt sofort, dass hier etwas ganz besonderes stattfand. Eine wie selbstverständlich stattfindende ständige Bewegung und Verschiebung musikalischer Texturen war charakteristisch für die Musik und inspirierte zum Gruppennamen SHIFT.Frank Gratkowski, international einer der profiliertesten deutschen Jazzmusiker und Träger des SWR Jazzpreises verknüpft immer wieder durch profunde Kenntnis des zeitgenössischen Komponierens neue Musik mit der Spontaneität des Free Jazz. Er spielte auf nahezu jedem der großen deutschen Jazzfestivals, sowie auf zahlreichen internationalen Festivals.

Thomas Lehn beschäftigt sich seit 1989 intensiv mit Analogsynthesizern, insbesondere mit dem EMS Synthi A. Tief verwurzelt in seiner Herkunft als Pianist klassischer sowie komponierter und improvisierter zeitgenössischer Musik hat er eine ausgeprägt eigene „Sprache“ live-elektronischer Musik entwickelt, deren innere Syntax eher akustisch-instrumental als elektronisch anmutet. Seine elektroakustischen Arbeiten leben von Brüchen und Kontrasten, von Spannungsbögen und strukturellen Zusammenhängen.

Philip Zoubek, lotet so weitgehend die Klangvielfalt des Klaviers aus wie kaum ein anderer, was ihn zum Ausnahmepianisten sowohl unter den aufstrebenden österreichischen Improvisatoren als auch innerhalb der Kölner Szene macht. Ausgehend von „traditionellen“ Präparationstechniken á la Cage, verfügt Philip Zoubek über ein breites Arsenal an Präparationsmaterial, die klanglich vom perkussiven, geräuschhaften bis zu elektronisch anmutenden Sounds reichen.

Dieter Manderscheid ist Mitglied in diversen internationalen Klein- und Großformationen. Er hat eine Lehrtätigkeit an den Musikhochschulen Frankfurt und Köln und am Institut für Neue Musik in Darmstadt. Konzertreisen, Festivalsauftritte, Projekte, Hörfunk- und Fernsehproduktionen im In-und Ausland. Zahlreiche Gastspielreisen auf Einladung des Goethe-Instituts.

Martin Blume arbeitet seit Anfang der 80er Jahre im internationalen Kontext der Avantgarde von Jazz, Improvisierter und Neuer Musik. Sein Spiel wird bestimmt von einer filigranen Klangästhetik, deren treibendes Moment nicht nur die rhythmische Energie, sondern vor allem der Zusammenklang mit seinen Mitmusikern ist.

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Frank Gratkowski – Saxophon, Klarinette    http://www.gratkowski.com
Thomas Lehn – Analog Synthesizer        http://www.thomaslehn.com
Philip Zoubek – Klavier            http://philipzoubek.com
Dieter Manderscheid – Kontrabass        http://www.dimand.de
Martin Blume – Schlagzeug, Perkussion    http://www.martinblume.de

Einlass: 19:30 Uhr
Beginn: 20:00 Uhr
Eintritt: 15,-/10,- €

„Das Projekt wird vom HESSISCHEN MINISTERIUM FÜR WISSENSCHAFT UND KUNST, MAGISTRAT DER STADT HOFHEIM und der MAINOVA gefördert“