Le Pot

So 09. Oktober 2016


Jazz:yl Freiklang Freunde e.V.

 

Unter dem Namen Jazz:yl Freiklang Freunde e.V. wurde in Hofheim am Taunus eine neue Initiative gegründet, die sich zur Aufgabe gemacht hat, vor allem experimentellen Jazz, freie Improvisation sowie Grenzbereiche zur Neuen Musik zu fördern und Konzerte im Raum Hofheim und Umgebung zu veranstalten.

 

Am Sonntag 9. Oktober 2016 20:00 präsentiert Jazz:yl

Le Pot – aktuelles Line-Up:

Manuel Mengis – Trumpet & Electronics
Hans-Peter Pfammatter – Piano, Synthesizer, Electronics
Martin Schütz – Cello, Electronics
Lionel Friedli – Drums

 

LE POT  liefert den Sound von morgen: vom minimalen Lebenszeichen über polyrhythmische Verschachtelungen bis zum wuchtigen Klanggebäude improvisiert sich das Quartett in die Apokalypse oder den Tag danach. Mit dem letzten Strom erzeugte Signale, Drohnenhall oder Sience-fiction-Geraun, die vier Musiker generieren einen Sound, der eine neue Raumzeit schafft: die Erfahrung der letzten Tage der Menschheit oder der Aufbruch in eine Zone, die einem näher ist, als man denkt: Neuronenfeuer, der Draht zur Innerlichkeit. Und über allem, wie blaue Lichtpunkte, die Trompete.
(Christine Pfammatter)

Le Pot hat soeben ihre Trilogie „Sheherazade“ abgeschlossen (Everest Records). Entstanden sind drei CD’s  in drei Jahren: hauptsächlich improvisiert, Crossover .  „She“, die erste CD, wartet mit viel Elektronik und grossen Amps auf, darauf folgt „Hera“, die sich an Benjamin Britten orientiert und in einer alten Kirche aufgenommen wurde, und schlussendlich „Zade“, die diesen Frühling entstand und einen reduzierten, voll akustischen Abschluss bildet. Man kann von einer Reise sprechen, welche einen grossen Reichtum an Bildern und Konzepten bietet, und die in diesem Herbst mit Martin Schütz fortgesetzt wird, auf zu neuen Ufern.

 

lepot_collage

 

Biographien d. Musiker:

Manuel Mengis – Trompete

Musiker und Bergführer, Ausbildung an der Hochschule Luzern, erhielt mehrere Preise und Auszeichnungen, spielt seit Jahren im In- und Ausland, hauptsächlich im Bereich der improvisierten Musik, daneben Projekte im Feld der E-Musik/Theater.

 

Martin Schütz – Cello

Der Musiker Martin Schütz arbeitet als Improvisator und Komponist mit elektrischem und akustischem Cello und elektronischen Mitteln. Seit den 80er Jahren hat er mit unzähligen Musikern aus Europa, USA und anderswo gespielt. Er ist Mitglied des Trios „Koch-Schütz-Studer“, international bekannt für seine Hardcore Chambermusic. Als Komponist und Livemusiker im Theater arbeitet er regelmässig an vielen wichtigen Theatern im ganzen deutsch- und französischsprachigen Raum. Daneben schreibt und produziert er auch regelmässig Musik für Film und Hörspiel. Schütz lebt in Biel/Bienne, er wurde 2004 mit dem städtischen Kulturpreis und 2011 mit dem grossen Musikpreis des Kantons Bern ausgezeichnet.

Hans-Peter Pfammatter – Keyboards, Electronics

Ausbildung an der SJS Bern und MHS Luzern bei Simon Nabatov, Christoph Baumann und

Hans Feigernwinter. Seit 2000 Dozent an der Musikhochschule Luzern.

Auszeichnungen: Stipendium der Friedl-Wald Stiftung 1999, Werkbeitrag der Stadt Luzern 2006, Förderpreis des Kantons Wallis 2006, Atelieraufenthalt der Stadt Luzern in Chicago 2009, Anerkennungspreis der Stadt Luzern 2010. Komponist für Theatermusik, Kurzfilme, Diverse Jazz- und Experimental-Formationen. Div. Hörspiele mit Dichter Michael Stauffer.

 

Lionel Friedli – Schlagzeug

Sein Interesse an improvisierter, experimenteller und alternativer Musik führte ihn

mit grossen musikalischen Figuren der Schweizer und internationalen Szene zusammen (u.a. Marc Ribot, Fred Frith, Ellery Eskelin, Hans Koch,  Christy Doran). Sein Trommelspiel hat sich durch seine musikalischen Erfahrungen in vielen verschiedenen Gruppen entwickelt, die jeweils mit persönlicher Musik in einem Stil von traditionellem

Jazz über progressiven Rock geschrieben wurden, bis verschiedene Strukturen/Formen

von improvisierter Musik, wo « noise » aus zusätzliches Ausdrucksmittel benutzt wurde.

Durch langes forschen, führte sein Spiel zum musikalischen Mainstream, originell und erkennbar, abgeleitet durch „rhythmische Muster“ aus verschiedenen Stroemungen der zeitgenössischen Musik und konkrete Ideen aus der improvisierten Musik entwickelt in Europa und New York.

 

Einlass: 19:30
Eintritt: 15 € (Mitglieder 12 €, unter 21 J. 5 €)