Delay Approx & Liotta Seoul [Progpalast]

Sa 15. Februar 2020


Eine neue Konzertreihe steht in den Startlöchern: Der Progpalast. Dabei geht es um alle Facetten progressiver Rockmusik. Mehr dazu später im Text.

LIOTTA SEOUL
Liotta Seoul ist eine dreiköpfige Neo-Grunge-Band aus verschiedenen Städten Deutschlands. Seit ihrer Gründung im Sommer 2017 hat die Band ein Album, eine EP, eine zwanzigminütige Live-Session und mehrere Musikvideos veröffentlicht.
Der Stil fällt auf – nicht nur durch den retro angehauchten und doch einzigartigen Sound der Band, sondern auch durch ihre herausragende Ästhetik. Während Liotta Seoul bestimmte Klangmerkmale der 90er Jahre verwendet, halten sie sich nicht an einfachen Regeln der Nostalgie, sondern bieten eine moderne Interpretation jener Themen und Stimmungen, die die Rockmusik der 90er Jahre so besonders gemacht haben.
https://open.spotify.com/artist/5TVvYXtmzb3yeMZIiQdTQi
https://liottaseoul.bandcamp.com/album/liotta-seoul
https://www.facebook.com/liottaseoul/

 

DELAY APPROX
Gerade, als wir die Hoffnung fast aufgegeben hatten, dass sich jenseits der ’00er Jahre überhaupt noch eine Formation musikalischer Jungmannen zusammentun würde, um etwas anderes als elektronische Tanzmusik zu produzieren, sind wir auf Delay Approx gestoßen. Neben der erfreulichen Tatsache ihrer schlichten Existenz, die uns wie ein Licht am Ende des Tunnels – wie ein verzerrter Gitarrenakkord am Ende der musikalischen
Gleichschaltung unserer Zeit erscheint, kann sich auch das Ergebnis durchaus hören lassen:
Djentige Riffs, heavy Breakdowns und breite Klangflächen erzeugen gewollte wie gekonnte Komplexität. Progressive Metal für alle, die sich drauf einlassen.
https://www.facebook.com/IntotheWott/
https://www.backstagepro.de/delay-approx

 

INTO THE WOTT
Leider sind Into The Wott nun doch nicht mit von der Partie. Private Gründe verhindern das geplante Konzert. Das gilt es gleichwohl zu betrauern und zu akzeptieren. DER ABEND WIRD TROTZDEM GEIL und vielleicht gibts sogar Ersatz… Dran bleiben.

Einlass: 20:30 Uhr I Beginn: 21:00 Uhr I Eintritt: 9 € / 7,- €

 

…Progpalast, haha, sehr lustig. Und was soll jetzte der Quatsch?
Also: Da man sich gegenwärtig ja gerne mit Genreoffenheit rühmt, wollen wir mal schauen, was da eigentlich dran ist. Wo beginnt Rockmusik, wo hört sie wieder auf und ab wann sorgen progressive Einflüsse für ihr Fortbestehen?
„Rockmusik hat sich seit den Beatles nicht weiterentwickelt!“ …Jaja, das kennen wir schon. Vermutlich ist sogar tatsächlich ein ordentlicher Prozentsatz des sich in der Unterhaltungsindustrie immer wieder selbst kopierenden Gitarre-Bass-Schlagzeug-Breis unter den fettigen Pilzmatten der milchgesichtigen Briten entstanden. Doch jenseits der massentauglichen Verkaufsmühlen, in denen Musikstücke mit Hilfe von Psychologen und Musikprofessoren „komponiert“ (wohl eher berechnet) werden, gibt es noch junge, hungrige Underdogs, deren Songs das Leben und die Liebe schreibt. Auch ein ‚genreübergreifendes Genre‘ wie der Eigenbegriff ‚Progrock‘, dessen Vertreter sich immer gegen die Zuordnung existierender Stile wehrten, muss sich heute eingestehen, vielleicht keine Schublade, doch zumindest ein Regalfach darzustellen. In ebenjenem Fach beginnt die progressive Rockmusik und endet – wenn überhaupt – irgendwo in den Weiten der  musikalischen (Un-)Ordnung.